CARPO Study 03 Wessel

03: Grey-Scales. Negotiating the Civil State in Post-Revolutionary Egypt

von Sarah Wessel

Der Ruf nach dawla madaniyya (ziviler Staat) war einer der prominentesten unter den zahlreichen Forderungen des ‚Arabischen Frühlings‘ im Jahr 2011. In dieser Studie untersucht Sarah Wessel die sich wandelnden Beziehungen zwischen Staat und Gesellschaft in Ägypten in der Folge der sogenannten 25. Januar Revolution bis zum Sturz Muhammad Mursis. Durch die Analyse der komplexen Annahmen, Wahrnehmungen und Umstände in Zusammenhang mit der Unterstützung von dawla madaniyya zeigt die Autorin, dass die unterschiedlichen Aufladungen des Begriffs auf eine tiefer sitzende Besorgnis verweisen, nämlich ob sich die entwickelnden politischen und gesellschaftlichen Extreme wieder vereinen lassen, um die Desintegration des nationalen Kollektivs zu verhindern.

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CARPO Study 02 Wendler

02: Aden 1986 – Die vergessene Evakuierung. Ein Beitrag zur Krisendiplomatie beider deutscher Staaten und zur politischen Geschichte der DDR-Handelsmarine

von Hans Jürgen Wendler

In der Schlussphase des Kalten Krieges, als Moskau der direkte Zugriff auf die Sozialistische Staatengemeinschaft entgleitet, treibt ein Bürgerkrieg im sozialistischen Südjemen Tausende von Ausländern an den Strand von Aden. In einer blockübergreifenden Gemeinschaftsaktion werden sie von einem halben Dutzend Schiffen aus Ost und West gerettet. Erstmals in der Geschichte der Seeevakuierungen nach 1945 ist auch ein deutscher Frachter dabei, die MS „Müggelsee“ aus Rostock. Die DDR sieht in ihrer Mitwirkung jedoch keinen Anlass für eine Politik der Entspannung. Im Gegenteil: die Staatssicherheit verschärft die Überwachung der Handelsmarine. Dreißig Jahre später erinnern sich Zeitzeugen und gewähren AA und MfAA Einblick in ihre Akten.

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CARPO Study 01 MÜller

01: In aller Freundschaft. Die DDR, Honecker und die Krise des Südjemen 1986

von Miriam Müller

Im Januar 1986 weitet sich in der südjemenitischen Hauptstadt Aden ein innerparteilicher Konflikt der Jemenitischen Sozialistischen Partei (JSP) innerhalb von Stunden zu einem blutigen Bürgerkrieg aus. Nach nur wenigen Tagen liegt Aden in Trümmern und mit ihr die internationale Glaubwürdigkeit einer nun stark dezimierten JSP – ein Umstand, der sich mit besonderer Schärfe auf die zuvor sehr engen Beziehungen zur DDR und ihrer Staatspartei SED auswirken sollte. Diese CARPO Study gibt einen Überblick zu dieser ungewöhnlichen „Staatenfreundschaft“, skizziert die Folgen der Januarereignisse 1986 im Kontext der letzten Phase des Kalten Krieges und wagt abschließend einen Blick auf die nicht stattgefundene Zukunft von DDR und Südjemen jenseits ihrer beider Auflösung.

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