CfP-dawla-madaniyya-e1416573695471Dawla Madaniyya
Eine Zukunft für den Zivilen Staat in der Arabischen Welt?
Akademischer Workshop an der Universität Köln, 19.-20. Januar 2015

CARPO organisiert diesen Workshop in Kooperation mit Laila Al-Zwaini (Re:Orient) und Prof. Dr. Sabine Damir-Geilsdorf (Seminar für Orientalische Studien, Universität Köln) mit dem Ziel, die historischen Wurzeln, Konzepte und Visionen ebenso wie die zukünftige Implementierbarkeit des zivilen Staates mit den Teilnehmern zu diskutieren. Der Begriff dawla madaniyya, der generell mit ‚ziviler Staat‘ übersetzt wird, war einer der am meisten gehörten Schlagwörter während der Proteste des ‚arabischen Frühlings‘. Demonstranten gegen das Regime, Unterstützer des Regimes, Intellektuelle und Akademiker unterschiedlicher sozialer und politischer Hintergründe, islamische Gelehrte (ʿulamāʾ), islamistische Aktivisten, Stammesführer etc. machten sich alle diesen Begriff bei der Einforderung eines neuen politischen Systems und eines neuen Gesellschaftsvertrages zunutze. Wie jeder Begriff, der auf eine solch vielfache Weise benutze wird, entwickelte sich dawla madaniyya zu einem ‚floating signifier‘, welcher mit multiplen Verständnissen von der Beziehung zwischen Regierenden und Regierten, von Gerechtigkeit, Sicherheit, guter Regierungsführung, dem Verhältnis von Religion und Staat etc. belegt war. Diese Vagheit sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele der Akteure, die den Begriff propagierten, manchmal durchaus sehr klare Vorstellungen von und Ideen für die Neudefinition und Reform von Staatlichkeit und Regierungsführung in ihren jeweiligen Ländern oder der Region im Allgemeinen hatten und haben.

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Projektpublikationen:

Sarah Wessel (2016): Grey-scales. Negotiating the Civil State in Post-Revolutionary Egypt,
(Dawla Madaniyya Series 01).

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