Dieses Projekt soll die Kapazitäten jemenitischer und internationaler Forscher*innen und Organisationen bei der Forschung und Beratung zum Thema Friedensförderung im Jemen entwickeln und stärken. Im Rahmen dessen sollen ein Einleitungspapier zu Friedensbedarfen im Jemen sowie fünf tiefergehende Kurzstudien, jeweils resultierend aus einer jemenitisch-internationalen Forschungspartnerschaft, zur Rolle folgender Akteursgruppen in der Friedensförderung im Jemen erarbeitet und publiziert werden: Zivilgesellschaft, Frauen, Jugendliche, Medien und Privatwirtschaft. Dieses Projekt wird im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH durchgeführt.

Laufzeit: Februar 2019 – Februar 2020

Team: Marie-Christine Heinze (Ansprechpartnerin), Mareike Transfeld

Förderer: GIZ GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung


Publikationen:

The Role of the Private Sector in Peacebuilding in Yemen

The Role of the Private Sector in Peacebuilding in Yemen

von Tarek Barakat, Ali al-Jarbani und Laurent Bonnefoy

Dieser Brief analysiert den Zustand des jemenitischen Privatsektors und sein Potential, vor dem Hintergrund des andauernden Konfliktes zu den Friedensbedarfen des Landes beizutragen. Dabei werden die Herausforderungen, mit denen sich Unternehmer*Innen konfrontiert sehen, ebenso untersucht wie ihre Beiträge zu Sektoren, die für die Herstellung und Nachhaltigkeit von Frieden von Bedeutung sind. Es wird betont, dass die Fähigkeiten und Kapazitäten des Privatsektors, Arbeitsplätze für die Bevölkerung zur Verfügung zu stellen und Einkommen zu generieren, von der Fragmentierung von Herrschaft im Jemen und dem daraus resultierenden Mangel an Transparenz eingeschränkt werden. Ebenso wird aufgezeigt, dass sich viele Unternehmer*Innen angesichts des regionalen und internationalen Fokus‘ auf humanitäre Hilfe hilflos und im Stich gelassen fühlen.

zum Brief auf Englisch oder Arabisch
zur Printversion auf Englisch oder Arabisch


The Role of Civil Society in Peacebuilding in Yemen

The Role of Civil Society in Peacebuilding in Yemen

von Abdulkarim Qassim, Loay Amin, Mareike Transfeld und Ewa Strzelecka

Die gegenwärtigen politischen und ökonomischen Umstände im Jemen erschweren die effektive Arbeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen, während mangelnde Human- und organisatorische Kapazitäten die Umsetzung von Projekten behindern. Dennoch tragen jemenitische NGOs auf verschiedenen Feldern zu Friedensbedarfen bei und sind weiterhin ein wichtiger Akteur in der zivilen Landschaft des Landes. In einem Kontext, in dem die Konfliktparteien kompromissunwillig sind und die Medien zur Eskalation von Gewalt beitragen, können Stimmen, die zur Wahrung der Menschenrechte, politischer Partizipation und Frieden aufrufen, am ehesten im Bereich der Zivilgesellschaft gefunden werden. Damit diese zu Friedensförderung und zukünftigen Wiederaufbaumaßnahmen beitragen kann, sollten internationale Organisationen jetzt jemenitische NGOs unterstützen und nachhaltig in ihre Human- und organisatorische Kapazitätsentwicklung investieren.

zum Brief auf Englisch oder Arabisch
zur Printversion auf Englisch oder Arabisch


The Role of Youth in Peacebuilding in Yemen

The Role of Youth in Peacebuilding in Yemen

von Maged al-Kholidy, Yazeed al-Jeddawy und Kate Nevens

Trotz ihres großen transformativen Potenzials wird Jugendarbeit auf lokaler Ebene oftmals von den gängigen internationalen Diskursen über nationale Friedensprozesse und gewaltsame Konflikte übergangen. Dieser Brief wirft ein Schlaglicht auf den Aktivismus junger Menschen vor und während des Krieges, die ihnen gegenüberstehenden Herausforderungen, ihre Visionen für die Zukunft des Jemen und die von ihnen benötigte Unterstützung. Die Beiträge junger Männer und Frauen zu Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft, Sicherheit und Justiz, Bildung und Umwelt zeigen, wie junge Menschen die Grundlagen für Frieden und sozialen Zusammenhalt in ihren Gemeinden schaffen.

zum Brief auf Englisch oder Arabisch
zur Printversion auf Englisch oder Arabisch


The Role of the Media in Peacebuilding in Yemen

The Role of the Media in Peacebuilding in Yemen

von Fatima Saleh, Scott Preston and Mareike Transfeld

Die zunehmende politische Vereinnahmung der jemenitischen Medien seit 2014 hat divergierende politische Diskurse verstärkt und zu einer Polarisierung der Gesellschaft und ihrer politischen Fragmentierung beigetragen. Praktiker*Innen sehen sich bei der Erarbeitung professioneller Geschichten mit großen Herausforderungen konfrontiert und Journalist*Innen sind Schikanen, Einschüchterungsversuchen, Entführungen und Gewalt ausgesetzt. Dennoch bleiben jemenitische Journalist*Innen hoffnungsvoll, was die Aussicht auf Medienreform betrifft, und sind begierig, die Voraussetzungen für proaktiven Wandel zu beschreiben. Die Entwicklung unabhängiger Medien, ihre unabhängige Finanzierung sowie Aktivitäten zur Kapazitätsentwicklung könnten es jemenitischen Medien ermöglichen, zu besserem gegenseitigen Verständnis, Deeskalation und den Friedensbedarfen im Lande beizutragen.

zum Brief auf Englisch oder Arabisch
zur Printversion auf Englisch oder Arabisch


The Role of Women in Peacebuilding in Yemen

The Role of Women in Peacebuilding in Yemen

von Iman al-Gawfi, Bilkis Zabara and Stacey Philbrick Yadav

Jemenitische Frauen bereiten die Grundlagen für nachhaltigen Frieden durch alltägliche Praktiken, die auch dazu beitragen können, die Landschaft der Frauenrechte in der Nachkriegsperiode zu verändern. Eine breitere Anerkennung der bezahlten und unbezahlten Arbeit von Frauen in Zeiten des Krieges – und der Umstände, die dies ermöglichen – können sozialen Zusammenhalt, ökonomische Stabilität und die für Frieden notwendige menschliche Sicherheit stärken. Mehr


Understanding Peace Requirements in Yemen

Understanding Peace Requirements in Yemen

von Mareike Transfeld & Marie-Christine Heinze

Dieser CARPO Report dient als Hintergrundpapier für fünf Kurzstudien, die im Laufe des Jahres 2019 von jemenitisch-internationalen Forschungstandems entwickelt werden sollen. Er legt einen besonderen Fokus auf ‚Friedensbedarfe‘, ein Begriff, der auf die zahlreichen Herausforderungen bei der Herstellung von Stabilität und in der Friedensförderung – und die hierfür notwendigen Bemühungen – verweisen soll. Bei der Beschreibung dieser Friedensbedarfe fokussiert der CARPO Report auf die folgenden relevanten Sektoren: Wirtschaft, Politk, Kultur und Gesellschaft, Sicherheit und Recht, Bildung sowie Umwelt. In einem letzten Schritt geht er auf die Herausforderungen und Kapazitäten fünf verschiedener Akteursgruppen in der Bearbeitung dieser Friedensbedarfe ein: Zivilgesellschaft, Frauen, Jugend, die Medien und der Privatsektor.

zum CARPO Report auf Englisch oder Arabisch
zur Printversion auf Englisch oder Arabisch