CARPO ist Projektpartner in einem vom DAAD im Rahmen der Transformationspartnerschaft geförderten Projekt zu ‚Academic Approaches to Peacebuilding and State Building in Yemen‘ an der Universität Bonn, gemeinsam mit dem Gender-Development Research & Studies Center an der Universität Sanaa. Ziel des Projektes ist es einen Beitrag zu Friedensförderung und Staatsaufbau im Jemen zu leisten durch a) die Bereitstellung von Expertise für Praktiker*innen und Policy-maker in Friedensförderung und Staatsaufbau im Jemen; und b) die hierfür notwendige Expertise in der deutschen und jemenitischen Wissenschaft und Forschung aufzubauen. Hierfür sollen die Beziehungen zwischen jemenitischen und deutschen Wissenschaftler*innen, Doktorand*innen und Studierenden gestärkt werden. Als konkrete Maßnahmen sind hierfür pro Jahr ein Workshop, eine Summer School und eine Konferenz sowie über CARPO zu publizierende, einschlägige Policy Papers vorgesehen.

Laufzeit: März 2016 – Dezember 2018

Partner:
Institut für Orient- und Asienwissenschaften der Universität Bonn
Gender-Development Research & Studies Center der Universität Sanaa

Projektwebsite


Publikationen:

Imagining an Alternative Homeland. Humanism in Contemporary Yemeni Novels

Imagining an Alternative Homeland. Humanism in Contemporary Yemeni Novels

von Abdulsalam al-Rubaidi

Diese Study bietet einen Einblick in alternative Werte und Visionen bekannter jemenitischer Gegenwartsautor*Innen, die zu einer besseren Zukunft für ihr Land beitragen wollen. Alle sechs von CARPO Associate Fellow Abdulsalam al-Rubaidi analysierten Gegenwartsromane drehen sich um weit debattierte Themen im Jemen, die sich in drei Kategorien einteilen lassen: Regionalismus, religiöse Affiliation und Rasse. Die Study identifiziert einen multidimensionalen humanistischen Raum als ultimatives Ziel der literarischen Narration – eine Vision, die aufbaut auf Liebe, Respekt, Anerkennung, Rationalität, Offenheit, Umwelt-bewusstsein und Zuwendung zum Frieden.

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Between a Rock and a Hard Place. Recognizing the Primacy of Politics in UN Peacebuilding

Between a Rock and a Hard Place. Recognizing the Primacy of Politics in UN Peacebuilding

von Andrea Warnecke

Im Mittelpunkt dieser CARPO Study steht die Unterscheidung zwischen den politischen und nicht-politischen Einrichtungen des UN Systems und die Frage nach der Fähigkeit der nicht-politischen UN-Organisationen, Peacebuilding in innerstaatlichen Konflikten unabhängig von der Unterstützung des UN-Sicherheitsrats durchzuführen. Die CARPO Study zeigt, dass wiederholte Ansätze, Peacebuilding-Aktivitäten innerhalb der UN zu koordinieren, insbesondere der Definition und Durchsetzung einheitlicher politischer Linien gegenüber Regierungen in den Zielstaaten dienen. In den letzten Jahren haben diese Reformbemühungen zu einer Auseinandersetzung mit der politischen Dimension von Peacebuilding geführt, deren Herausforderungen eine stärkere Einbindung der politischen Organe des UN-Systems auch in der Nachkriegsphase erfordern.

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Working Paper: Bridging the Relief to Rehabilitation Gap in Yemen. A Conversation with National and International Experts

Working Paper: Bridging the Relief to Rehabilitation Gap in Yemen. A Conversation with National and International Experts

herausgegeben von Andrea Warnecke und Bilkis Zabara

Diese Publikation ist das Ergebnis unserer Summer School 2018, die Studenten in die Theorie und Praxis bei der Verknüpfung von Hilfs-, Wiederaufbau- und Friedensbemühungen im Jemen angesichts des anhaltenden Krieges einführte. Da die Kämpfe und Luftangriffe im Jemen unvermindert fortgesetzt wurden, mussten mehrere internationale Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen ihre Ansätze zur Bereitstellung von Hilfe während des Krieges überdenken. Insbesondere da humanitäre Hilfe und Unterstützung von den Kriegsparteien zuweilen politisiert oder insgesamt zurückgehalten wurde, da der Zugang zu den am stärksten gefährdeten Gebieten verweigert wurde. Gleichzeitig fungieren mehrere Parteien des internationalisierten Krieges im Jemen als humanitäre Geber und stellen in Frage, inwieweit diese Hilfe den traditionellen humanitären Grundsätzen der Menschlichkeit, Unparteilichkeit und Neutralität entspricht. In vier Aufsätzen diskutieren die teilnehmenden Studierenden die Politik der Unterstützung und des Wiederaufbaus; Sicherheit im Jemen; Gerechtigkeit, Versöhnung und den politischen Rahmen; und den sozioökonomischen Rahmen.

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Post-Traumatic Stress Disorder among Yemeni Children as a Consequence of the Ongoing War

Post-Traumatic Stress Disorder among Yemeni Children as a Consequence of the Ongoing War

von Fawziah al-Ammar

Dieser CARPO Brief fasst erste Forschungsergebnisse aus Untersuchungen der Autorin unter geflüchteten Schulkindern in Sana’a im Frühjahr 2016 zusammen, basierend auf der international anerkannten Child PTSD Symptoms Scale (CPSS). Sie kommt zu dem Ergebnis, dass diese Kinder seit Beginn des Konfliktes schwere Symptome von PTSD durchleben und dass die PTSD-Raten höher sind als im Vergleich zu Ergebnissen ähnlicher Studien aus anderen konfliktbetroffenen Ländern. Sie kommt daher zu dem Schluss, dass Kinder im Jemen dringend auf Hilfe angewiesen sind, um die psychischen Auswirkungen des Krieges auf ihre Zukunft abzumildern, und stellt entsprechende Empfehlungen zur Verfügung.

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Enhancing Women’s Role in Water Management in Yemen

Enhancing Women’s Role in Water Management in Yemen

von Bilkis Zabara

Dieser CARPO Brief widmet sich dem Verhältnis zwischen Gender und natürlichen Ressourcen im Jemen in Zeiten von Konflikt und humanitärer Krise. Er beschreibt die Auswirkungen des Krieges auf den Zugang von Frauen zu Wasser und sanitären Anlagen und analysiert die Rolle von Frauen in Entscheidungs- und Wasserverteilungsprozessen. Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Einbeziehung von Frauen auf allen Ebenen von Wassermanagement und –governance von größter Bedeutung ist, wenn der Zugang zu Wasser als Menschenrecht garantiert werden soll, und macht entsprechende Empfehlungen für Entscheidungsträger*Innen.

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Working Paper: Knowledge in Peacebuilding: Elements, Production, Dissemination

Working Paper: Knowledge in Peacebuilding: Elements, Production, Dissemination

herausgegeben von Marie-Christine Heinze and Bilkis Zabara

Diese Publikation ist das Resultat einer Summer School mit dem Titel „Academic Approaches to Peacebuilding in Yemen“, welche im September 2016 in Amman stattfand und Wissenschaftler*Innen der Universität Bonn sowie des Gender-Development Research & Studies Center der Universität Sanaa sowie Master- und Promotionsstudierende aus Deutschland und dem Jemen zusammenbrachte. In einer Übung, die jeweils an zwei Vormittagen stattfand, entwickelten die studentischen Teilnehmer*Innen unter Anleitung der Herausgeberinnen dieses Papers Empfehlungen für Policy Maker und Forscher für Forschung zu Peacebuilding in Gesellschaften, die sich aktuell in einem Konflikt befinden. Diese Übung hatte zwei Ziele: a) die Entwicklung eines Leitfadens für junge Forscher*Innen sowie für NGOs und Policy Maker, die in die Produktion von Wissen über oder für Peacebuilding involviert sind; und b) die Teilnehmenden der Summer School einem interkulturellen / interakademischen Schreib- und Lernprozess auszusetzen, indem jeweils ein/e deutsche/r Studierende/r und ein/e jemenitische/r gemeinsam an einer Empfehlung schrieben. Dieses Paper ist das Ergebnis dieser Übung.

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Returning to Transitional Justice in Yemen. A Backgrounder on the Commission on the Forcibly Retired in the Southern Governorates

Returning to Transitional Justice in Yemen. A Backgrounder on the Commission on the Forcibly Retired in the Southern Governorates

von Jens Kambeck

Dieser CARPO Report fokussiert auf die Arbeit der Kommission zu den Zwangsentlassenen aus den Südlichen Gouvernoraten, welche im Rahmen der Golfkooperationsratsinitiative etabliert wurde. Der Autor argumentiert, dass die Bewahrung der jemenitischen Einheit nur mit konkreten und ernst gemeinten vertrauensbildenden Maßnahmen durch transitional justice nach Beendigung des derzeitigen Krieges erreicht werden kann. Ein solcher Vertrauensbildungsprozess kann unter anderem auf der Arbeit der hier vorgestellten Kommission aufbauen. Der CARPO Report endet daher mit entsprechenden Empfehlungen.

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