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Logo RYEDie Rethinking Yemen’s Economy-Initiative will zu Friedensförderung und Konfliktprävention sowie zu (ökonomischer) Stabilisierung und nachhaltiger Entwicklung im Jemen beitragen. In den einschlägigen Handlungsfeldern soll durch die Einbindung jemenitischer ExpertInnen unterschiedlicher Herkunft und Affiliation zur Konsensbildung beigetragen und die Stimme jemenitischer Spezialisten im öffentlichen Diskurs zu Entwicklung, Wirtschaft und Wiederaufbau gestärkt werden. Das Projekt wird implementiert von CARPO in Partnerschaft mit DeepRoot Consulting und dem Sana’a Center for Strategic Studies. Es wird finanziert von der Europäischen Union und der Botschaft des Königreichs der Niederlande für den Jemen.

 

Projektlaufzeit: March 2017 – August 2020

Projektpartner:
DeepRoot Consulting
Sana’a Center for Strategic Studies

Projektwebsite

Weitere Informationen über dieses Projekt in unserem One-pager oder Two-pager.

Publikationen:

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Restructuring Public Finances in Yemen

Dieser Policy Brief befasst sich mit den öffentlichen Finanzen im Jemen, welche schon lange an einer starken Abhängigkeit von Energieexporten, einer der niedrigsten Steuereinnahmeraten der Welt und chronischen Haushaltsdefiziten leiden. Als 2015 der Konflikt ausbrauch, wurden Energieexporte und ausländische Darlehen eingefroren, während der Zusammenbruch von Staat und Wirtschaft mit einem weiteren Einbruch von Steuereinnahmen einherging. Die öffentliche Verschuldung ist demnach angestiegen, während das Auseinanderbrechen staatlicher Institutionen konzertierte Finanz- und Währungspolitik behindert hat. Vom 27.-29. April 2019 kamen die Development Champions in Amman, Jordanien, zusammen, und haben Handlungsempfehlungen für die international anerkannte Regierung des Jemen im Hinblick auf die Restrukturierung der öffentlichen Finanzen entwickelt. Diese sind im Volltext einsehbar.

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The Need to Reform the Public Sector Wage Bill

Dieser Policy Brief widmet sich Jemens aufgeblähtem öffentlichen Sektor. Angesichts andauernd großer Haushaltsdefizite sind die Lohnkosten im öffentlichen Dienst finanzpolitisch nicht tragbar und drohen, den ökonomischen Wiederaufbau und die zukünftige Stabilität des Jemen zu untergraben. Die in diesem Brief formulierten Handlungsempfehlungen richten sich angesichts der zahlreichen Herausforderungen bei jeder Reform des öffentlichen Sektors – auch in stabilen Staaten – an die Nachkriegsregierung. Diese sollte: eine Analyse zur Bewertung des konfliktbedingten Wachstums der öffentlichen Lohnkosten durchführen; Verwaltungskorruption durch die biometrische Registrierung aller Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes reduzieren; und eine Strategie zur Demobilisierung und gesellschaftlichen Reintegration von Kämpfern entwickeln, die nicht auf deren Integration in den öffentlichen Dienst beruht. Weitere Empfehlungen im Dokument.

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Priorities for Private Sector Recovery in Yemen

Dieser Policy Brief befasst sich mit der Notwendigkeit einer Erholung des Privatsektors im Jemen und gibt Empfehlungen zur Verbesserung des allgemeinen Geschäfts- und Investitionsklimas. Während der Privatsektor ein weitaus höheres Maß an Widerstandsfähigkeit bewiesen hat als der öffentliche Sektor und in vielen Fällen einsprang, um staatliche Dienstleistungen zu ersetzen, bleibt seine Situation – und die seiner Arbeitskräfte – eine große Herausforderung. Das sicherste Mittel, um für einen Aufschwung im jemenitischen Privatsektor zu sorgen und den Grundstein für die Erholung des Landes insgesamt zu legen, wäre die Beendigung des anhaltenden Konflikts und die Wiederherstellung öffentlicher Institutionen und Governance-Mechanismen. Doch schon während des Konflikts gibt es bereits praktische und realistische Schritte, die nationale und internationale Akteure unternehmen können, um den jemenitischen Privatsektor zu unterstützen.

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Transitional Government in Post-Conflict Yemen

Dieser Policy Brief bietet Handlungsempfehlungen zur Maximierung der Governance-Effektivität im Jemen nach Beendigung des Konfliktes – unabhängig von der Zusammensetzung und Struktur der Regierung. Es werden drei Fallstudien von Regierungsmodellen analysiert, wie sie im Jemen, in Tunesien und im Libanon nach Phasen der Instabilität eingeführt wurden. Diese Fallstudien bieten hilfreiche Lehren im Hinblick auf die Herausforderungen, Risiken und Möglichkeiten bei der Bildung von Übergangsregierungen in Nachkriegskontexten.

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The Repercussions of War on Women in the Yemeni Workforce

Dieser Policy Brief beleuchtet die Auswirkungen des andauernden Konfliktes im Jemen auf die Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt. Er zeigt, dass der Konflikt auf der einen Seite mehr Frauen zur Aufnahme von Arbeit und in neue Arbeitsmärkte getrieben hat, in manchen Fällen auch in Professionen, die vormals Männerdomäne waren. Auf der anderen Seite hat der Konflikt jedoch auch der eh schon geringen Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt neue Beschränkungen auferlegt. Es wird unter anderem empfohlen, dass kleinere Initiativen zur Stärkung der Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt begleitet werden von langfristigen Bemühungen, die die Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt hemmenden sozio-ökomischen Strukturen im Land zu addressieren.

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The Essential Role of Remittances in Mitigating Economic Collapse

Dieses White Paper setzt sich mit den Auswirkungen von Saudi-Arabiens zunehmend restriktivem Umgang mit seinen ausländischen Arbeitern auf die jemenitische Wirtschaft auseinander. Die Maßnahmen des Königreichs, welche zehntausende Jemeniten zur Rückkehr in ihre Heimat gezwungen haben, haben einen dramatischen Verlust an Einkommen für ihre Familien bedeutet – und dies zu einer Zeit, in welcher das Land gerade eine katastrophale humanitäre Situation durchlebt. Die Autoren argumentieren daher, dass es den Golfstaaten und insbesondere Saudi-Arabien obliegt, jemenitischen Gastarbeitern eine Ausnahme von ihren Nationalisierungskampagnen zu gewähren – zumindest bis ein Nachkriegsjemen auf einem akzeptablen Niveau nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung angekommen ist und das Thema ‚Rückkehr jemenitischer Gastarbeiter‘ verantwortlich diskutiert werden kann.

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Reconstruction and Recovery in Yemen

Dieser Policy Brief enthält Empfehlungen und Leitfäden der Development Champions zum Thema Wiederaufbau des Jemen. Die Empfehlungen umfassen unter anderem folgende Punkte: Maßnahmen, welche unmittelbare humanitäre Interventionen mit Jemens langfristiger wirtschaftlicher Erholung in Verbindung setzen; Mechanismen zum Umgang mit den Herausforderungen im Finanzwesen und zur Stärkung des Sozialschutzes; Leitfäden zu Arbeitsbeschaffung, Wiederaufbau von Infrastruktur und Stärkung von Rechtsstaatlichkeit; und Strategien zur Verbesserung von lokaler Governance und der Einbindung lokaler Akteure in den Wiederaufbauprozess.

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Economic Confidence-Building Measures – Civil Servant Salaries

Dieser Policy Brief enthält einschlägige Handlungsempfehlungen, die aus dem vierten Development Champions Forum, welches im Dezember 2018 in Amman stattfand, hervorgehen. Die Development Champions empfehlen der jemenitischen Regierung, die Auszahlung von Gehältern landesweit an alle Staatsbediensteten, die 2014 in der Datenbank des Ministeriums für den Öffentlichen Dienst (Civil Service) registriert waren, wieder aufzunehmen und dabei die Gehälter von Angestellten im Bildungs- und Gesundheitssektor zu priorisieren. Gleichzeitig sollte Ansar Allah die Einzahlung aller Staatseinnahmen aus den Regionen unter ihrer Kontrolle auf von der temporär in Aden sitzenden jemenitischen Zentralbank vorgegebene Konten zulassen. Ebenso sollten alle Parteien auf die Wiedereinsetzung der Zentralbank als dem gesamten Jemen dienende nationale Institution hinarbeiten. Die Development Champions fordern die regionalen und internationalen Geldgeber dazu auf, Finanzierungslücken bei der Auszahlung der Gehälter und Pensionen zu schließen.

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Priorities for Government Policy in Yemen

Dieser Policy Brief bietet Empfehlungen für die unmittelbaren Prioritäten der jemenitischen Regierung, sowohl im Hinblick auf kurzfristige Erfolge als auch zum Schaffen einer Basis für mittel- und langfristige Fortschritte. Diese Handlungsempfehlungen resultieren aus den Diskussionen des vierten Development Champions Forums, das vom 8.-11. Dezember 2018 in Amman, Jordanien, stattfand. Sie sollen Premierminister Maeen Abdulmalik Saeed und seinem Kabinett praktische Handlungsschritte an die Hand geben, damit die Regierung die Ende 2018 erreichte Dynamik und verbesserte Sichtbarkeit erfolgreich fortführen kann.

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Corruption in Yemen’s War Economy

Dieser Brief, der auf einem ausführlicheren White Paper basiert, untersucht die facettenreiche Verbreitung von Korruption im Jemen. Es wird unter anderem gezeigt, dass Patronage-Netzwerke nun unter vormals marginalen oder unbekannten Personen aufkommen und dass die finanzielle Beteiligung von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten solche Netzwerke über die nationalen Grenzen hinaus ausgedehnt hat. Es wird argumentiert, dass jede Anti-Korruptionsagenda auf einem Verständnis der komplexen Beschaffenheit von Patronage-Netzwerken im Jemen aufbauen und dass sie darüber hinaus langsam eingeführt werden und die Unterstützung möglichst vieler Akteure erlangen muss.

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Generating New Employment Opportunities in Yemen

Dieser Brief enthält einschlägige Handlungsempfehlungen im Hinblick auf Jemens zunehmende ökonomische und humanitäre Krisen. Diese Empfehlungen resultieren aus dem dritten Development Champions Forum, welches vom 14.–16. Juli 2018 in Amman, Jordanien, im Rahmen der ‚Rethinking Yemen’s Economy‘-Initiative stattfand. Unter anderem empfehlen die Development Champions zur Schaffung von Arbeitsplätzen Investitionen in Branchen, die in der Vergangenheit zu-gunsten des Öl- und Gassektors vernachlässigt wurden. Hierzu zählen unter anderem die Landwirtschaft, der Fischfang, der Ausbau des Bergbaus und die zielgerichtete Verknüpfung von Wiederaufbau-maßnahmen mit dem lokalen Baugewerbe. Mittelfristig sollten auch neue Initiativen in Angriff genommen werden, wie z.B. den Aufbau einer Freihandelszone an der jemenitisch-saudischen Grenze.

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Private Sector Engagement in Post-Conflict Yemen

Dieser Brief, der auf einem ausführlicheren White Paper basiert, unter-sucht die der Entwicklung des Privatsektors im Jemen zugrunde-liegenden Faktoren. Er zeichnet die Einflüsse des Umbruchs von 2011, der anschließenden politischen Krise und des gegenwärtigen Konflikts auf die Wirtschaft und den Privatsektor nach und unterbreitet der jemenitischen Regierung und internationalen Stakeholdern Empfeh-lungen für die Wiederbelebung des Privatsektors nach Beendigung des Konflikts.

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Challenges for Yemen’s Local Governance Amid Conflict

Der Brief beschäftigt sich mit der Rolle der Gemeinderäte (Local Councils) in Jemen und analysiert deren aktuelle Situation. Angesichts einer fehlenden zentralen staatlichen Autorität und aller Schwierigkeiten zum Trotz, sind diese Räte wichtig für die Koordinierung humanitärer Hilfsmaßnahmen sowie für die Konfliktmediation auf lokaler Ebene. Local Councils gehören zu den bestausgerüsteten und etabliertesten Institutionen, um eine Abkehr vom bisherigen zentralistischen Modell zu unterstützen. Entsprechend sollten lokale, regionale und internationale Akteure nicht nur versuchen, einen Zusammenbruch der lokalen Governance-Strukturen zu verhindern, sondern auch auf eine Stärkung der Kapazitäten von Kommunalverwaltungen in Post-Konflikt-Szenarien hinarbeiten.

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An open letter regarding Hudaydah

An open letter regarding Hudaydah

Dieser Offene Brief über die besorgniserrengende Situation in Hodeida im Jemen wurde von jemenitischen “Development Champions” verfasst, welche sich regelmäßig im Rahmen des Projektes “Rethinking Yemen’s Economy” (RYE) zu einem zukunftsorientierten Austausch zusammenfinden. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Sanaa Center for Strategic Studies und DeepRoot Consulting umgesetzt.

Den Offenen Brief finden Sie hier

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An Institutional Framework for Post-Conflict Reconstruction in Yemen

Dieser Brief unterbreitet Empfehlungen zum Aufbau einer institutio-nellen Struktur für den zukünftigen Wiederaufbauprozess im Jemen: eine dauerhafte und unabhängige öffentliche Wiederaufbaubehörde, welche die Arbeit lokaler Wiederaufbaubüros in solchen Gegenden unterstützt und koordiniert, die von Konflikt und/oder Naturkatastro-phen betroffen sind. Dieser Vorschlag basiert nicht nur auf den Lessons Learned aus vorangegangenen Wiederaufbauprozessen im Jemen, sondern auch auf der dringenden Notwendigkeit des Beginns von Planungen für und der Umsetzung von Wiederaufbaumaßnahmen in Gegenden, die nicht (mehr) direkt vom Konfliktgeschehen betroffen sind.

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Increasing the Effectiveness of the Humanitarian Response in Yemen

Dieser Brief enthält Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Ef-fektivität humanitärer Bemühungen im Jemen. Diese Empfehlungen resultieren aus dem zweiten Development Champions Forum, welches vom 14.–16. Januar 2018 in Amman, Jordanien, im Rahmen der ‚Re-thinking Yemen’s Economy‘-Initiative stattfand. Die Development Champions diskutierten hier u.a. die Notwendigkeit der verbesserten Koordination internationaler humanitärer Akteure mit lokalen Behör-den, Zivilgesellschaft und dem Privatsektor; die Bedeutung einer De-zentralisierung humanitärer Bemühungen; sowie das Erfordernis der prioritären Verteilung von Unterstützungsleistungen an die schwächs-ten Mitglieder der jemenitischen Gesellschaft.

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International Organizations and the Yemeni Private Sector

Dieser Brief untersucht die Rolle des jemenitischen Privatsektors in den Bemühungen um eine Verbesserung der humanitären Lage im Jemen sowie dessen Beziehungen zu internationalen humanitären Organisationen. Er kommt zu dem Resultat, dass sich eine große Anzahl an Akteuren im jemenitischen Privatsektor aus eigenen Antrieb für eine Reduzierung des Leidens der Bevölkerung engagiert und ebenso auch zusammen mit und für internationale humanitäre Organisationen arbeitet. Trotz dieser erfolgreichen Kooperation argumentiert dieser Brief, dass viel Raum für eine weitere Verbesserung der Kommunikation und Koordination zwischen Privatsektor und humanitärem Sektor besteht. Es wird daher unter anderem empfohlen, dass internationale humanitäre Akteure eine gemeinsame Koordinationsplattform mit dem jemenitischen Privatsektor, lokalen Institutionen und der Zivilgesellschaft einrichten.

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Cover RYE Policy Brief 2

Restoring Central Bank Capacity and Stabilizing the Rial

Dieser Brief enthält einschlägige Handlungsempfehlungen für Interventionen im jemenitischen Finanzsektor. Diese Empfehlungen resultieren aus dem zweiten Development Champions Forum, welches vom 14.–16. Januar 2018 in Amman, Jordanien, im Rahmen der ‚Rethinking Yemen’s Economy‘-Initiative stattfand. Hier wurden u.a. der Wertverlust des jemenitischen Rial (YR) und dessen Auswirkungen auf die humanitäre Krise sowie das dringende Erfordernis der Ermächtigung der Zentralbank als wichtige Ordnungsmacht im Finanz- und Wirtschaftssektor als vordringliche Themen diskutiert. Die hieraus resultierenden Empfehlungen unterstreichen die Notwendigkeit des Fokus‘ auf eine Zentralbank, die derzeit nur rudimentär funktioniert, deren kohärente Handlungs- und Durchsetzungsfähigkeit im aktuellen Kontext jedoch essentiell wäre.

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Cover Addressing Yemen’s Most Critical Challenges

Addressing Yemen’s Most Critical Challenges. Practical Short-term Recommendations

Dieser Policy Brief fasst kurzfristige Handlungsempfehlungen zur Ein-wirkung auf die derzeit größten Herausforderungen in der jemeni-tischen Wirtschaft und Entwicklung zusammen. Diese Empfehlungen resultieren aus dem ersten Development Champions Forum, welches vom 29. April bis 1. Mai 2017 in Amman im Rahmen der ‚Rethinking Yemen’s Economy‘ Initiative stattfand. Die von den Development Champions identifizierten Herausforderungen wurden innerhalb von drei – durchaus überlappender – Kategorien identifiziert: die Nah-rungskrise, die Probleme des Bankensektors und der Zusammenbruch der grundlegenden Versorgung (basic services).

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Videos:

Private Sector in Yemen

Die Auswirkungen des Konflikts im Jemen auf die Wirtschaft und den Privatsektor des Landes sind desaströs und haben zu einem steilen Abfall wirtschaftlicher Produktion geführt. Die steigenden Kosten für Unternehmen wurden durch die schwierige Sicherheitslage und mangelnde Investitionen verstärkt, während ein Rückgang an Nachfrage aus der Bevölkerung und ein Rückgang ihrer Kaufkraft zu einem gleichzeitigen Verlust an Einnahmen geführt haben. Die Zerstörung öffentlicher und privater Infrastruktur hat ebenfalls die Fähigkeiten von Unternehmen, kosteneffektiv zu operieren, eingeschränkt. Und dennoch operieren viele Unternehmen bis heute und neue werden gegründet. In der Tat ist die Resilienz des jemenitischen Privatsektors ein wichtiger Grund dafür, dass die nach UN-Angaben größte humanitäre Krise der Welt nicht noch dramatischere Auswirklungen gehabt hat.

Local Governance in Yemen

Gemeinderäte gehören zu Jemens wichtigsten staatlichen Institutionen. Sie sind für die Versorgung der jemenitischen Bevölkerung mit grundlegenden Dienstleistungen verantwortlich und stehen dafür stellvertretend für den jemenitischen Staat und die Regierungsführung auf lokaler Ebene. Der andauernde Konflikt im Jemen hat jedoch die Kapazitäten der Gemeinderäte zur Durchführung ihrer Dienstleistungen in großen Teilen des Landes geschwächt, was angesichts der dramatischen humanitären und wirtschaftlichen Lage Anlass zu großer Sorge ist. Auch wenn in der derzeitigen Lage die meisten Gemeinderäte nicht voll funktionsfähig sind, bleiben sie dennoch wichtige Instrumente für die Gemeinden, die sie repräsentieren.

The Road to Reconstruction

Der andauernde Konflikt im Jemen hat das Leben vieler JemenitInnen zerstört, Besitz und Infrastruktur beschädigt und zum Kollaps der schon vorher fragilen Wirtschaft geführt. Und dennoch wird auch dieser Konflikt irgendwann enden. Frühere Wiederaufbaumaßnahmen im Jemen nach Konflikten oder Naturkatastrophen haben an einem Mangel an Koordination der verschiedenen Akteure, unrealistischen Erwartungen der internationalen Geldgeber sowie den begrenzten Kapazitäten der jemenitischen Regierung im Hinblick auf die zügige Verwendung von Hilfsgeldern und bei der Projektimplementierung gelitten, mit dem Resultat, dass es nur selten greifbare und nachhaltig wirkende Resultate gab. Der Wiederaufbau nach diesem Krieg muss die grundlegenden Bedürfnisse und Rechte der jemenitischen Bevölkerung berücksichtigen und das Land auf einen im Vorfeld gut durchdachten Weg zu nachhaltigem Frieden und Entwicklung bringen.

The Development Champions

Die Development Champions sind eine Gruppe etablierter jemenitischer ExpertInnen und Fachleute in den Bereichen Wirtschaft und Entwicklung. Sie debattieren über Prioritäten für mögliche entwicklungs- und wirtschaftspolitische Interventionen von nationalen und internationalen Entscheidungsträgern, veröffentlichen entsprechende Handlungsempfehlungen und sind daher Herzstück der Rethinking Yemen’s Economy – Initiative. Diese will zu Friedensförderung und Konfliktprävention sowie zu (ökonomischer) Stabilisierung und nachhaltiger Entwicklung im Jemen beitragen. In den einschlägigen Handlungsfeldern soll durch die Einbindung jemenitischer ExpertInnen unterschiedlicher Herkunft und Affiliation zur Konsensbildung beigetragen und die Stimme jemenitischer Spezialisten im öffentlichen Diskurs zu Entwicklung, Wirtschaft und Wiederaufbau gestärkt werden.

Infographics:

Civil Servant Salaries

Die stetig wachsenden Lohnkosten im öffentlichen Sektor sind eine Zeitbombe, welche die zukünftige wirtschaftliche Stabilität des Jemen bedroht. Der öffentliche Dienst ist einer der Hauptarbeitgeber im Jemen und war in den Jahren 2001 bis 2014 for durchschnittlich 32% der jährlichen Regierungsausgaben verantwortlich. Diese schwere Belastung des öffentlichen Haushalts macht längst überflüssige Reformen in Jemens öffentlicher Verwaltung sowie im Staatshaushalt, inklusive der Beseitigung von ‘double-dippers’ und ‘ghost workers’, dringend erforderlich. Dieses Video fasst die wichtigsten Ergebnisse der Diskussionen der Development Champions zu diesem Thema zusammen.

Generating New Employment Opportunities I: Yemeni Labour Market

Jahrzehnte politischer Instabilität und wiederkehrender Konflikte haben Jemens Wirtschaftswachstum, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Arbeitsproduktivität eingeschränkt. Vor dem derzeitigen Konflikt war ein Großteil der jemenitischen Bevölkerung als ungelernte Arbeitskräfte vor allem in der Landwirtschaft oder informell in kleinen Unternehmen beschäftigt. Im Bewusstsein der aktuellen wirtschaftlichen und humanitären Lage im Jemen haben die Development Champions im Rahmen der Rethinking Yemen’s Economy – Initiative das Thema Arbeitsbeschaffung im Jemen disktutiert und mögliche Strategien zur Bekämpfung der ansteigenden Arbeitslosenraten und dramatischen wirtschaflichen Umstände entwickelt. Dieses Video ist der erste Teil von zweien und gibt einen Überblick über den jemenitischen Arbeitsmarkt.

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